Der Adalbert Stifter Verein und das Kulturreferat für die böhmischen Länder beschäftigen sich mit der deutschsprachigen Kultur und Kunst auf dem Gebiet der heutigen Tschechischen Republik. In Spot on werfen wir einen Blick auf bekannte und weniger bekannte Persönlichkeiten, die aus dieser Region stammen und deren Werk und Leben wir besonders schätzen.

Bis zum Ende des 2. Weltkriegs war die Tschechoslowakei ein multinationaler Staat; auf dem Gebiet der heutigen Tschechischen Republik lebten vor allem Tschechen, Deutsche und Juden mit- und nebeneinander. Die unterschiedlichen Sprachen, Religionen und Lebensweisen prägten die alltäglichen Erfahrungen und die Kunst und Kultur, wobei sie sich nicht nur bereichtertern, sondern auch voneinander abgegerenzt haben. Auch reale Grenzen spielten insbesondere im 20. Jahrhundert eine Rolle: Bei der Entstehung der 1. Tschechoslowakischen Republik 1918, nach dem Münchner Abkommen 1938 und im Protektorat Böhmen und Mähren und schliesslich mit der Einrichtung des Eisernen Vorhangs, der vierzig Jahre lang den Osten und Westen Europas trennte. Die Biografien der Persönlichkeiten aus den Bereichen der Kultur, Wissenschaft, Politik, Sport und vielen anderen Sparten spiegeln auch diese „Grenz-Erfahrungen und zeigen, wie sich Grenzen auf menschliche Leben und Kreativität auswirken können.

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